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| Wer heute neue IT- und Kommunikations-Produkte kauft, sollte darauf achten, dass sie mit dem neuen Internet-Protokoll IPv6 kompatibel ist. Das Logo hilft dabei. |
Momentan sollen nur noch 234 Mio. Adressen verfügbar sein. Dabei gäbe es mit dem neuen IPv6-Protokoll schon seit Jahren seine Lösung für das Problem. Weil aber bisher kaum wer im weltweiten Datenzirkus auf diese neue Technik umstiegen ist, drohen jetzt die Adressen knapp werden. Den verschleppten Umstieg erklären sich Experten mit dem fehlenden wirtschaftlichen Druck. Zurzeit stehen ja noch IP-Adressen zur Verfügung und alles scheint wie gehabt zu laufen.
Dieser Schein trügt aber. Werden die IP-Adressen in den kommenden ein bis zwei Jahren tatsächlich knapp, droht teure Spekulation. Wer dann rasch einen neuen DSL-Anschluss oder eine Website anmelden und nutzen will, wird im schlimmsten Fall tief in die Tasche greifen oder auf frei werdende Adressen warten müssen.
Zeit drängt
Neben den Access- und Content-Providern sowie den Geräteherstellern sollten aber auch Unternehmen und Privatpersonen das Thema IPv6 nicht mehr länger vor sich herschieben. Immer, wenn irgendwelche Änderungen am betriebseigenen Informatik- und Kommunikationssystem anstehen, sollte unbedingt auf IPv6-Kompatibilität geachtet werden. Das gilt selbst dann, wenn so Kleinigkeiten wie ein neuer Router angeschafft werden sollen. Sogenannte IPv6-ready-Logos sollen hier Orientierungshilfe leisten. Ob das eigene System IPv6-tauglich ist, lässt sich unter www.ipv6ready.de nachprüfen.
Das Internetprotokoll IPv6 ist seit Jahren definiert. Es vervielfacht die Anzahl der verfügbaren IP-Adressen. In den kommenden Jahren werden beide Protokolle parallel existieren. Geschicktes Ressourcen-Management könnte den Engpass noch um einige Monate nach hinten verschieben. So finden sich immer noch riesige ungenutzte IPv4-Blöcke, die vor der Zuspitzung des Problems etwa an Universitäten wie Stanford zugeteilt wurden. |